Die Renaissance des E-Mailmarketing für Mittelstand und B2B

Freunde und Freundinnen der gepflegten Business-Attitude, lasst uns heute über die letzte E-Mail sprechen, die du von deinem Unternehmen aus an deine Kunden geschrieben hast.

Und darüber, welches der letzte Newsletter war, den du aus unternehmerischer (und gerne auch privater Sicht) gelesen hast.

Natürlich gehen wir davon aus, dass unser Newsletter Behind Babls Brain einer deiner Favoriten ist, aber vielleicht wartest du ganz gerne mal Gutscheine oder Special Offers deiner Lieblingsshops ab. Vielleicht lässt dich von dem einen oder anderen Unternehmen mit auf die Reise nehmen.

Wie dem auch sei, bei einer Sache sind wir uns sehr sicher: du bekommst den ein oder anderen Newsletter von einem Unternehmen!

Newsletter- und E-Mailmarketing für Mittelstand und B2B im Jahr 2021

Wir haben in diesem Jahr Barbaras E-Mail Liste reaktiviert. Und das aus gutem Grund: der Newsletter erlebt eine Renaissance! Wenn auch eine Renaissance der andern Art was Form, Inhalte und KPIs angeht.

Was geblieben ist, ist, dass der Newsletter über die gesamte Kunden-Reise (aka Customer Journey) funktioniert. Zudem ist der Newsletter eines der wenigen Content-Formate, welches diesen Anspruch auch wirklich abbilden kann.
Von Bestands- und Neukunden zu Interessenten und den eher fernen Abonnenten, die ganz frisch auf der Liste gelandet sind – E-Mail Marketing ist immer noch DAS Mittel. Wo sonst kommen wir so nah zu dir und können dir gut aufbereitete, kuratierte Inhalte zur Verfügung zu stellen, die gerne auch mal in die Tiefe gehen können?

Der Newsletter für Unternehmen im Jahr 2021 – Was sich verändert ist der Blickwinkel

Es lohnt sich inzwischen sogar, darüber nachzudenken, einen Newsletter so aufzusetzen, dass auf Konsumentenseite gerne dafür bezahlt wird. Aber auch für spezielle Angebote, saisonale Besonderheiten oder Black Weeks kann ein Newsletter perfekt genutzt werden – wenn er den Interessen der Zielgruppe entspricht und sich die Zielgruppe unter genau dieser Voraussetzung in der Liste befindet.

Der Zielgruppen-Blickwinkel sollte jetzt nicht wirklich etwas Neues sein. Aber die Anspruchshaltung an den Newsletter hat sich stark verändert. Die Beziehung zu den Lesenden steht im Mittelpunkt und die 3 E Regel aus Onlinemarketing und Vertrieb gilt zwischenzeitlich auch hier

3 E Regel – entertaining, educating and engaging

Mindestens eine der drei Anforderungen muss bei der Erstellung von Content erfüllt sein – am besten ist es natürlich alle 3 Anforderungen der 3 E Regel zu erfüllen.

Was bei B2C Geschäften lange funktioniert hat und aus der B2C-Welt in die B2B-Welt rübergeschwappt war, ist das Erzählen der eigenen Geschichte, das Überwinden eines irgendwie gelagerten Problems, das als Verkaufsargument für Coaching-Leistungen dient(e).

Nun ist es im B2C noch irgendwie möglich, spätestens allerdings, wenn dir ein Metall verarbeitender Betrieb oder deine Bank vom Überwinden ihrer ehemaligen Probleme schreiben, könnte es sein, dass hier Fragezeichen auftauchen. By the way: Diese Fragezeichen sollten auch auftauchen!

Wir wissen nicht erst seit 2021, dass die Qualität von Beratung und Coaching nicht in der Selbstüberwindung von Problemen liegt, sondern ihre Basis hat in guter Ausbildung und vor allem der Bereitschaft, sich selbst solide weiterzubilden. Man muss in seinen Themen auch auf wissenschaftlicher und fachfundierter Basis zu Hause zu sein. Ergo ist es deine Aufgabe – wenn es ein Unternehmensnewsletter sein soll – eine Zielsetzung zu erarbeiten und Inhalte zu kreieren, die spannend sind und zur Zielgruppe passen. Und das ist etwas anderes als schlichtes Storytelling um der Geschichte willen.

Newsletter und E-Mailmarketing für mittelständische Unternehmen, Solopreneure und den B2B-Bereich

Was ist es also, das für dein Klientel spannend ist und zur Zielgruppe passt? Was steckt in deinem Unternehmen, wer steckt hinter deinem Unternehmen, wem dienen deine Angebote und wie.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, die du für dein Unternehmen wählen kannst. Und je nachdem, welchen Ansatz du wählst, gestaltet sich dein Content etwas anders.

Die 3 wichtigsten Modelle stellen wir dir in diesem Blogartikel vor. Wenn dein Unternehmen gerade keinen Newsletter hat, lass dich inspirieren. Für den “engaging” Part kannst du anhand des feminist economy Newsletter Behin Babls Brain abgleichen, welche Gedanken wir uns im Rahmen unseres digitalen Vertriebs dazu gemacht haben.

Der Newsletter von mittelständischen Unternehmen und Solopreneuren als Wissenstransfer-Modell in der kostenfreien Variante

Nehmen wir an, du hast eine Liste an Kontakten, die sich für deine Produkte interessiert und die sich unter der Prämisse in deinen Newsletter eingetragen hat, mehr über dein Unternehmen zu erfahren. Dann ist es deine Aufgabe, ein Zeitintervall festzulegen, in dem du verlässlich* im Postfach deiner Abonnenten auftauchst.

Kurz gefasst:

Wissenstransfer = education und bedeutet, deine Crowd schlauer zu machen, um deine Expertise zu zeigen!

Finde heraus, was deine Kunden (oder künftigen Kunden) über dein Angebot wissen müssen, um einen Wissenstransfer möglich zu machen. Es ist dein Job, deine Leser:innen abzuholen und in deine unternehmerische Welt einzuführen.

Stelle dir folgende Fragen:

  • Was ist für deine Leser:innnen von Interesse?
  • Was müssen sie wissen über dein Angebot?
  • Was spannend an der Wirkung deines Angebots?
  • Welcher Antrieb steckt hinter deinem Angebot/deinen Produkten?

Dazu musst du deine Crowd kennen oder kennenlernen. Du musst wissen, welche Fragen sie sich stellen, vor welchen Herausforderungen sie stehen, welche Lösungen sie suchen. Du musst zuhören und interagieren – mit ein Grund, warum es sich lohnt, auf Social Media unternehmerisch aktiv zu sein! (Siehe unseren Artikel von letzter Woche)

Das praktische Beispiel:

Du bist Steuerberater:in und deine Dienstleistung wandert immer mehr in den digitalen Bereich. Also kannst du deinen Newsletter dazu nutzen, um die Anforderungen an eine digitale Buchhaltung nach GoBD in kleine Häppchen aufzubereiten und per Newsletter in regelmäßigen Abständen an deine Crowd zu übermitteln.

Der Newsletter von mittelständischen Unternehmen und Solopreneuren als Teaching-Modell in der bezahlten Variante

Wenn du im Consulting Umfeld tätig bist oder du dich zu einem der guten Business-Coaches zählst und du bereits über eine Liste von Kontakten verfügst, die sich nachweisbar für dein Angebot und dein Wissen interessiert, dann kannst du auch einen Newsletter andenken, der bezahlt wird. Auch hier (und hier noch umso mehr!) besteht deine erste Aufgabe darin, ein Zeitintervall festzulegen, in dem du verlässlich* im Postfach landest.

Diese Liste besteht aus qualifizierten Interessenten, aus Bestandskunden und speist sich eventuell auch aus einer kostenfreien Liste, die du in eine bezahlte Variante überführst.

Kurz gesagt:
Teaching-Modell = hier muss education auf engaging und/oder auf entertaining treffen. Du präsentierst nicht nur Wissen, sondern gibts deinen Leser das MEHR!

Achtung: hier brauchst du Fingerspitzengefühl und Profis an deiner Seite, um den Übergang angenehm zu gestalten. Denn – was du nicht tun darfst, ist das gratis Wissenstransfer-Modell zu schmälern. Wenn du in eine bezahlte Variante überführst, dann ist diese noch tiefer gehend und spezifischer aufgebaut.

Du kannst auch andenken, den Newsletter direkt mittels Ads zu bewerben. Dir muss aber klar sein, dass du dazu ein gewisses Markt-Standing benötigst und eine gute Wertkommunikation an den Tag legen musst.

Nimm dir hier also unbedingt Profis an die Seite, um das kostenpflichtige Newsletter-Modell souverän einzutüten. Einfach ein Preisschild dranzuhängen, ist nicht zielführend und wird nicht die gewünschte Wirkung erzielen.

Das praktische Beispiel:

Dein Consulting Modell basiert auf einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien und orientiert sich an den neuesten Entwicklungen. Du bist ein Branchen Leader und deine Skills sind in kleinen Dosen auf die Geschäftsmodelle deiner Kunden anwendbar. Du erstellst also deinen Newsletter im wöchentlichen oder monatlichen Abo Modell, wobei du darauf achten solltest, dass dein Newsletter preislich auf deine Zielgruppe und den gelieferten Wert im Newsletter passt.

Du kannst Studien erklären und die Anwendung der Ergebnisse im klassischen Unternehmen plakativ darstellen oder Königsweg-Beispiele aus deinem beruflichen Alltag als Transfer für deine Abonnenten darlegen. Du nimmst deine Crowd mit in deine Gedankenwelt und stellst mit deinem Newsletter ein Wissens-Tool zur Verfügung.

Der Newsletter von mittelständischen Unternehmen und Solopreneuren als Sprachrohr der Belegschaft

Wenn du unseren Newsletter Behind Babls Brain bekommst (er geht unseren Abonnenten jeden Sonntag um 9:30 Uhr zu), dann hast du vielleicht noch das Kapitel über EGC im Hinterkopf. EGC ist das Kürzel für Employer Generated Content – es geht also um Inhalte, die deine Mitarbeiter für dein Unternehmen erstellen. Ein Newsletter im EGC-Style bezieht die Geschichte und die Gesichter hinter dem Unternehmen, also das, was wir immer Blick hinter die Kulissen nennen, mit ein. Hier werden gelebte Werte gezeigt!

Und natürlich kannst du das auch für deinen Newsletter nutzen. Dafür brauchst du eine sehr gute Unternehmenskultur und großes Vertrauen zu deinen Mitarbeiter:innen. Dann schaffst du eine Identifikationsmöglichkeit der ganz anderen Art mit deinem Unternehmen. Und, vielleicht kannst du es dir denken: für den Einsatz im Recruiting ist diese Art des Newsletters unschlagbar.

Das praktische Beispiel:

Dein Unternehmen ist ein klassischer mittelständischer Maschinenbaubetrieb. Deine Qualität ist außerordentlich, du exportierst deine Maschinen in diverse Länder. Deine Mitarbeiter:innen sind gerne bereit, über ihre Arbeit zu erzählen, woran sie sitzen, was sie konzipieren und welche Stimmung in den Abteilungen herrscht.
Dein Newsletter bezieht diese Geschichten mit ein und bietet darüber die Möglichkeit, sich – beispielsweise in einer Wachstumsphase – schnell für eine Bewerbung zu entscheiden oder über die Zeit Initiativbewerbungen zu generieren.

Du machst deine Abonnentinnen zu beteiligten im Unternehmen.

Richtig gemacht erfüllt dieser Newsletter definitiv alle 3 E Boxen!

Du siehst, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, einen Newsletter für dein mittelständisches Unternehmen oder als Einzelunternehmer:in zu nutzen. Natürlich kannst du auch immer wieder saisonale Specials ankündigen oder eine gut durchmischte Variante der oben genannten Themen verwenden.

Wir machen mit unserem Newsletter die besten Erfahrungen (an dieser Stelle auch noch mal ein großes Danke an eure Nachrichten & Feedback). Und das sagen wir, obwohl er uns ehrlicherweise richtig viel Zeit bei der Erstellung kostet.

Das ist wichtig zu wissen und auch zu verstehen: egal welchen Content du für dein Unternehmen erstellst – es wird nie nebenbei funktionieren, auf einem qualitativ hochwertigen Niveau zu arbeiten.

Denn auch, wenn Content nicht dein Kerngeschäft ist: gut gemacht und sinnvoll eingesetzt wird dein Content den Fortbestand deines Kerngeschäfts sichern. Setze dich also lieber früher als später mit der Tatsache auseinander, dass du für dein Unternehmen eine Content-Abteilung oder externe Unterstützung brauchst.

*Fußnote:

*Warum wir so viel Wert auf Verlässlichkeit legen? Beziehungspflege und Beziehungsaufbau sind die Grundlage einer jeden Kundenbeziehung. Und die Welt scheint unsicher geworden zu sein. Also sind Verlässlichkeit und Konsistenz Werte, der in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Gerade im B2B Bereich, im (digitalen) Mittelstand ist es wertvoll für Kunden, Interessenten und Abonnenten, wenn man sich auf deine Ansagen und deine Aussagen verlassen kann.

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