Unternehmerische Herausforderung Change, Krise und Veränderung

[Mittelstand digital] Warum Change Prozesse, Krisen und Veränderung unternehmerisch so immens herausfordernd sind

Freunde und Freundinnen der gepflegten Business-Attitude, wir leben in einer Zeit, in der wir es uns nicht mehr leisten können, nur theoretisch über Change Prozesse, New Work Themen und Veränderungsmanagement zu sprechen. Die harte Nuss der Veränderung als Ergebnis einer globalen Krise nimmt sich jede Branche nach und nach vor. Wohl dem, der sich in seinem Unternehmen proaktiv auf Veränderung einstellt.

Dennoch, wir erlauben uns das an dieser Stellen laut auszusprechen: Veränderung bleibt eine harte Nuss. Vorbereitet oder nicht. Allerdings verhält es sich so, dass sich eine Nuss wesentlich leichter knacken lässt, wenn man sich Veränderung proaktiv vornimmt, auf Krisen vorbereitet ist und mit Worst-Case-Szenarien arbeiten kann.

Change Prozesse wider Willen – was die Pandemie dem Mittelstand abverlangt

Ein Unternehmen um- und weiterzubauen heißt immer, das alte überdenken und analysieren, was davon in der Zukunft noch dienlich ist. Dies ist schon in Zeiten, in denen alles glattläuft, eine echte Hausnummer. Aber nach über einem Jahr Pandemie, nach dem Wissen, dass der Zustand 2019 nun endgültig keine Option mehr ist, stehen Anforderungen im Raum, die jeder Branche und jedem Unternehmen einiges abverlangt.

Die alles entscheidende Frage, die den Change Prozess prägen sollte, lautet:

Was zahlt auf die unternehmerische Zukunft ein, besonders in Bezug auf das teuerste Gut, Zeit?

Denn Produktivität zu steigern, ohne dabei sich selbst, andere, oder die Umwelt auszubeuten, ist so was wie die Währung der Zukunft. Immerhin stehen wir nicht nur aufgrund der Pandemie vor einer echten Herausforderung – es gibt auch unternehmerisch gesehen noch ein paar Baustellen.

Klimawandel, Lieferengpässe, geopolitische Themen, neue Anforderungen an die Arbeitswelt, etablieren von digitalen Prozessstrukturen und remote Leadership Skills und nicht zuletzt ein ganz anderes Gesundheitsbewusstsein bzw. eine ausgeprägtere Vorsicht in Bezug auf Krankheiten und damit eine höhere Krankschreibungsrate werden die nächsten Jahre prägen!

Besser also, jetzt damit zu beginnen, sich mit der eigenen unternehmerische Zukunft und den notwendigen Veränderungen auseinanderzusetzen. Wir haben in unseren eigenen Unternehmen damit begonnen, knallhart Reflexion zu betreiben. Intensiv und täglich. Um schnell Fehler erkennen zu können, um Veränderung möglich zu machen und um unseren Change Prozess exzellent zu begleiten.

Und wir stellen den Reflexions-Dreiklang aka die heilige Dreieinigkeit der Reflexion inzwischen in aufbereiteter Version, in der digitalen Variante in unserem Shop zur Verfügung.

Wer uns kennt, weiß, dass wir immer dazu auffordern, möglichst proaktiv zu handeln.
Denn, wer einmal der Gejagte ist, tut sich verdammt schwer, diese Rolle zu verlassen. Vor allem dann, wenn diese anstrengende Rolle auf zu vielen, nicht kontrollierbaren externen Ereignissen beruht und keine Selbstwirksamkeit mehr gegeben ist.

Das gilt insbesondere im Unternehmen.

Also nimm dir lieber gleich als später Zettel und Stift zur Hand und notiere dir die Dinge in deinem Tagesverlauf, die auf deine unternehmerische Zukunft einzahlen, besonders in Bezug auf das teuerste Gut – Zeit.

Wenn du die sophisticated Variante willst, die dich rauskatapultiert aus dem alten Trott, dann hol dir das Reflection Diary.

Überhaupt – in unserem heiligen Dreiklang, der aus Basecamp Attitude, 33 Tagen Inspired Action und beim Verwenden des Reflection Diary ist Ehrlichkeit gefragt. Reflexion ist nicht zielführend, wenn sie mit einem „passt schon“ oder „bei uns ist alles gut“ endet.

Und das macht Veränderung so unangenehm – man muss sich seine Fehler eingestehen, ohne sich selbst als Person dafür zu diskreditieren. Oder die Fehler in Abteilungen aufdecken, benennen und verbessern, ohne Personen persönlich anzugreifen. Kritik – auch gerne scharf und direkt – üben, und sich darauf einigen, dass sich die Kritik in aller Verständnis auf die Sache bezieht – oder auf ein bestimmtes Verhalten – und nie auf einer persönlichen Ebene stattfindet.

Veränderung bedeutet Neues lernen und Altes verlernen!

 Neues… Hatten wir die letzten eineinhalb Jahre wohl mehr als genug. Neue Situation und nach langer Zeit zum ersten Mal eine sichtbare Konsequenz unseres Handelns – Pandemie meets Klimawandel. Nicer wird es heute nicht mehr.

Was das heißt, ist auf so vielen Ebenen anstrengend, bedeutet Altes zu vergessen, zu verlernen und unternehmensintern gewohntes auf den Kopf zu stellen. Leere Abteilungen, Videomeetings unter schlechten digitalen Voraussetzungen, abgesagt Messen und damit gestoppte Vertriebsmöglichkeiten fordern unternehmerisch extrem heraus. Aber sie sind nur die Spitze des Eisbergs und auch ein Resultat von nicht gemachten proaktiven Veränderungs-Hausaufgaben.

Das Schlimmste am Neuen ist, dass das Alte verlernt werden muss. Ein Prozess ist nun mal ein Prozess, gelerntes Verhalten ist gelerntes Verhalten. Und Geduld mit Dingen, die man schon mal konnte und jetzt neu etablieren muss, ist nicht die größte der menschlichen Stärken.

Wie Veränderung in mittelständischen Unternehmen und Einzelunternehmen gelingen kann

Es gilt, falsche oder überholte oder nicht vorhandenen Prozesse aufzudecken. Und es gilt, falsches unternehmerisches Verhalten als falsch zu erkennen und sich einzugestehen, dass hier Anpassungen notwendig sind.

Außerdem müssen unternehmerische Fehler dringend als solche akzeptiert werden, denn nur so ist ein Richtungswechsel möglich.

Wer immer nur versucht, den eigenen unternehmerischen Weg zu rechtfertigen, kann im Unternehmen nichts bewegen, was zu einer echten, tief greifenden Veränderung führen würde. An diesem Change Prozess allerdings entscheidet die Zukunftsfähigkeit.

Im nächsten Schritt müssen Prozesse überdacht, angepasst, überprüft und im Unternehmen etabliert werden.

Aber bevor Du jetzt mit Schritt 2 oder 5 anfängst, zitieren wir uns kurz selbst aus dem Basecamp:

“Kennst du das?
Du liest ein Buch und das Vorwort langweilt dich, also überspringst du es einfach. Und auch die ersten 5 Kapitel – in denen Gott was alles erklärt wird – sind lahm. Also gehst du einfach gleich zu dem über, was dich wirklich interessiert.

Zur Geschichte, zu den Protagonisten und der ganzen Story. Diese Story hält, was sie verspricht. Sie zieht dich sofort in ihren Bann.

Das Dumme ist nur: im Verlauf des Buches fällt dir auf, dass dir anscheinend Kontext fehlt, oder wer war jetzt Ferdinand???

Gleichzeitig sprudelt dein Hirn nur so vor Ideen während der Lektüre und du möchtest am liebsten ALLES SOFORT umsetzen. Überhaupt steht Hermann Hesses “jedem Anfang liegt ein Zauber inne” auf deiner Kaffeetasse und hundert angefangene Sachen liegen auf deinem Schreibtisch. Fertig ist davon, naja…

Diesen Balanceakt vollbringst du tagtäglich für dein Business!
Denn dort ist es ganz genau so: Du machst mit deinem Business immer wieder die gleichen Phasen durch, nur die Stufe, auf der du dabei stehst, ändert sich! Die Ideen sprudeln und sprudeln, gleichzeitig wird der Schreibtisch immer voller. Gleichzeitig fehlt dir Kontext, der Gesamtzusammenhang.

Warum ist das so?
Du hast das Vorwort und die ersten fünf Kapitel vielleicht nicht ganz übersprungen, aber sie waren entweder lahm und/oder sind längst in Vergessenheit geraten. Oder du steckst noch mittendrin in den ersten fünf Kapiteln, aber würdest viel lieber die 1000 Ideen umsetzen, als dich mit der Grundlagenarbeit zu beschäftigen.” – Auszug Basecamp Tag 1

Reflexion, die richtigen Fragen zur richtigen Zeit, sind entscheidend, bevor du auch nur irgendeinen Change Prozess anstößt!

Kurz gesagt: Reflexion macht Veränderung möglich – am besten mit Profis an der Seite oder mit Unterstützung durch professionelle Tools.

Ohne brutale Ehrlichkeit gegenüber den Schwachstellen und Problemen im Unternehmen wird sich keine nachhaltige Lösung finden lassen und kann keine dauerhafte Veränderung stattfinden.

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